Start meiner Reihe

„Wie schreibe ich ein Gedicht“

In meinem Beitrag „Wie schreibe ich ein Gedicht“ ging es um Grundlagen, Formen und sprachliches Handwerk. Dieser Beitrag schließt daran an und öffnet einen anderen Raum: den der Achtsamkeit.

Achtsames Gedichtschreiben bedeutet, sich Zeit zu nehmen. Wahrzunehmen, bevor Worte entstehen. Es bedeutet auch, nicht mit einem Anspruch zu schreiben, sondern mit Aufmerksamkeit für das, was da ist. Gedanken, Stimmungen, Bilder und Zwischentöne dürfen auftauchen, ohne bewertet oder geordnet werden zu müssen.

Die folgende Woche ist als Einladung gedacht. Jeder Tag setzt einen kleinen Impuls, der sich ohne Druck umsetzen lässt. Ziel ist es nicht, „gute“ Gedichte zu schreiben, sondern schreibend präsent zu sein. So mancher Vers wird dir gefallen und darf bleiben, andere Zeilen werden eventuell von dir überarbeitet und dürfen gehen. Beides ist Teil des Prozesses.

Das Schreiben darf als ein eigener Prozess und Weg verstanden werden. Du wirst schnell merken, dass es um das ruhige Beobachten deiner Umwelt geht, um das Innehalten in deinem Alltag und das daraus resultierende achtsame Schreiben.

Mir ist es wichtig, dass das Schreiben in dieser Woche nicht aus einem Anspruch heraus entsteht, sondern aus Aufmerksamkeit. Deshalb sind die Übungen bewusst mit kurzen Achtsamkeitssequenzen verbunden, die den jeweiligen Tag eröffnen und Raum für ein ruhiges, gegenwärtiges Schreiben schaffen.

Ich wünsche dir viel Freude und Erfolg beim Schreiben.


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