Zitat
Die Gegenwart genießen
„Verweile nicht in der Vergangenheit,
träume nicht von der Zukunft.
Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment.“
– Buddha –
So ein Satz ist schnell gelesen und im Alltag genauso schnell wieder vergessen. Zumindest geht es mir so. Denn Gedanken halten sich in der Regel nicht an das, was gerade passiert, sondern sie wandern oft wie von selbst. Sie streifen durch vergangene Situationen, bleiben an alten Gesprächen hängen, drehen sich um verpasste Chancen oder um Dinge, die wir gern anders gemacht hätten. Oder sie eilen uns voraus – in eine Zukunft voller Pläne, Sorgen oder Erwartungen. Was dabei fast unbemerkt verloren geht, ist der einzige Moment, den wir tatsächlich erleben können: dieser hier.

Der gegenwärtige Moment wirkt dagegen eher unscheinbar. Er ist weder besonders aufregend noch dramatisch. Sicherlich ist das der Grund, warum er so leicht übergangen wird.
Dabei passiert das Leben doch genau in diesen kleinen Augenblicken. Und sie können durchaus auch noch sehr kraftvoll sein, denn im Jetzt gibt es keine Fehler von gestern und keine Unsicherheiten von morgen, über die wir nachdenken müssen. Es gibt nur das, was gerade ist.
Vergangenheit und Zukunft haben ihren Platz. Erinnerungen können uns lehren, Träume können uns leiten. Doch wenn sie den gesamten Raum einnehmen, verlieren wir die Verbindung zu uns selbst. Dann leben wir entweder im „Damals“ oder in einem „Vielleicht-Morgen“, aber nicht in unserem eigenen Leben – nämlich jetzt.
Achtsamkeit bedeutet nicht, sich die Gedanken an Vergangenheit oder Zukunft zu verbieten, sondern sie wahrzunehmen, ohne sich in ihnen zu verlieren. Zuweilen reicht es schon, für einen Augenblick aufmerksam zu werden. Mehr ist gar nicht nötig.
Alles Liebe!
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