Eine kurze Einführung

Eine Liebeserklärung (zum Valentinstag)

Ein Liebesgedicht schreiben, aber wie?

Der 14. Februar ist für Verliebte ein besonderer Tag. Neben Blumen oder Pralinen hat ein selbst verfasstes Gedicht etwas, das kein gekauftes Geschenk erreichen kann: Es trägt Deine persönliche Stimme, Deinen eigenen Herzschlag.

Doch wie beginnt man? Und wie findet man Worte, die echt klingen, ohne kitschig zu werden?

1. Bevor Du anfängst, schaffe Klarheit

Bevor Du mit dem Schreiben startest, nimm Dir einen Moment. Schließe die Augen. Spüre nach. Beantworte innerlich diese Fragen:

Für wen schreibe ich? Partner, Schwarm, alte Liebe?
Was möchte ich sagen? Dankbarkeit, Sehnsucht, Neubeginn, Bewunderung?
Welche Stimmung trägt mein Gedicht? Zart, leidenschaftlich, romantisch?

Diese Klarheit gibt Deinem Gedicht dann eine Richtung und Tiefe.

2. Gedanken sammeln mit der Mind-Map-Methode

Wenn Dein Ziel klar ist, beginnt die Suche nach den richtigen Gedanken und Worten.

Eine Mind-Map hilft Dir, alles zu ordnen:

1. Schreibe ein zentrales Thema in die Mitte eines Blattes (z. B. Liebe, Du, Nähe, Wir).
2. Zeichne Äste und notiere alle Wörter und Gedanken, die Dir dazu spontan einfallen.
3. Verbinde verwandte Begriffe mit Linien, lasse neue Äste entstehen.
4. Mache zwischendurch Pausen, atme, gehe spazieren, komme zurück.

Am allerwichtigsten: Mach Dich nicht verrückt. Es gibt kein richtig oder falsch. Einzig Dein Wunsch und Wille macht das Gedicht so einzigartig und besonders.

3. Inspiration nutzen, ohne abzuschreiben

Wenn Dir die Ideen ausgehen, lies Gedichte anderer Autoren oder Autorinnen. Sie helfen Dir:

• neue Bilder zu entdecken
• Formen und Rhythmen auszuprobieren und zu spüren
• Reime oder freie Verse zu sehen

Dein Gedicht bleibt dabei immer noch Dein eigenes, Du wirst nur inspiriert.

4. Keine Klischees

Romantik entsteht nicht dadurch, dass man irgendwelche Floskeln nutzt, sondern durch präzise Bilder und gefühlvolle Sprache.

Vermeide daher:

• Standard-Phrasen ohne persönliches Detail
• Überladene Symbolik
• Unlogische Vergleiche wie „Du hast so schöne rote Augen wie mein Auto“

Nutze lieber:

Poetische Bilder
Diese sprechen den Empfänger direkt an und vermitteln ein Gefühl.
Beispiel: Du bist wie mein warmer Tee am Morgen, der mich wärmt, wenn die Welt noch schläft.

Vergleich
Das wirkt einfach, stark und logisch.
Beispiel: Deine Augen funkeln wie tausend Sterne.

Metaphern aus dem Alltag
Sie sind unverbraucht und persönlich.
Beispiel: Dein Lachen ist wie ein offenes Fenster im Sommer.

5. Eine kleine Übung, um Mut zu finden

Nimm Deine Mind-Map zur Hand und wähle:

• 3 starke Gefühle
• 2 konkrete Bilder
• 1 zentrales „Du“-Moment (z. B. Erinnerung, Geste, Eigenschaft)

Forme daraus 4–8 Zeilen. Lies sie laut und spüre: Tragen sie? Klingen sie nach Dir?

6. Struktur finden – Reim oder frei?

Beides ist möglich. Die Reimform ist eher klassisch und klingt musikalischer. Freie Verse dagegen sind modern, ehrlich und arbeiten eher mit dem Rhythmus.

Für den Valentinstag eignen sich kurze Gedichte besonders gut. Sie bleiben im Herzen hängen.

7. Das persönliche Vortragen ist das eigentliche Geschenk

Ein Gedicht ist wie eine direkte Begegnung. Es laut vorzutragen, bedeutet sich zu zeigen, seine Gefühle zu offenbaren und die Worte noch greifbarer zu machen.

Schon das Vorlesen ist die eigentliche Liebeserklärung.

Viele Freude und Erfolg!

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