Wintergedicht

DER EISLAUF

Das Gedicht „Der Eislauf“ von Hoffmann von Fallerslebens weckt in mir lebhafte Bilder von kalten Wintertagen. Von Schneeflocken, die fallen; von heißen Getränken nach langen Ausflügen an der frischen Winterluft und von einer Gemütlichkeit, wie es sie nur im Winter gibt.

Darum fühlt sich dieses Gedicht wie eine liebevolle Umarmung der Natur an.

Das Gedicht bringt Leichtigkeit und Unbeschwertheit zum Ausdruck, die uns daran erinnern soll, das Kind in uns zu bewahren und die Schönheit dieser Momente zu genießen.

Habt eine schöne Winterzeit!

Der Eislauf
von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Der See ist zugefroren
Und hält schon seinen Mann.
Die Bahn ist wie ein Spiegel
Und glänzt uns freundlich an.

Das Wetter ist so heiter,
Die Sonne scheint so hell.
Wer will mit mir ins Freie?
Wer ist mein Mitgesell?

Da ist nicht viel zu fragen:
Wer mit will, macht sich auf.
Wir geh’n hinaus ins Freie,
Hinaus zum Schlittschuhlauf.

Was kümmert uns die Kälte?
Was kümmert uns der Schnee?
Wir wollen Schlittschuh laufen
Wohl auf dem blanken See.

Da sind wir ausgezogen
Zur Eisbahn alsobald,
Und haben uns am Ufer
Die Schlittschuh angeschnallt.

Das war ein lustig Leben
Im hellen Sonnenglanz!
Wir drehten uns und schwebten,
Als wär’s ein Reigentanz.