Ein herausragender Dichter
Mit vielseitigen Werken
Wer war Erich Kästner?
Erich Kästner war ein deutscher Schriftsteller, geboren am 23. Februar 1899 in Dresden und verstorben am 29. Juli 1974 in München. Er zählt zu den bedeutendsten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts und hat mit seinen vielseitigen Werken sowohl Kinder- als auch Erwachsenenliteratur geprägt.
Kästner erlangte vor allem durch seine humorvollen und gesellschaftskritischen Bücher, Gedichte und Essays große Bekanntheit. Einige seiner bekanntesten Werke sind „Emil und die Detektive“ (1929), ein Kinderbuchklassiker, sowie der Roman „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“ (1931), der sich mit den gesellschaftlichen Umbrüchen der Weimarer Republik auseinandersetzt. Darüber hinaus veröffentlichte Kästner „Die Konferenz der Tiere“ (1949), eine allegorische Fabel, in der Tiere zusammenkommen, um die Menschheit vor ihrer selbstzerstörerischen Natur zu bewahren.
Diese vielseitigen Werke spiegeln Kästners Fähigkeit wider, unterschiedliche Genres und Leserschaften anzusprechen.

Es war nicht immer einfach für Kästner
Erich Kästner erlebte als Schriftsteller die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts. Während des Ersten Weltkriegs (1914–1918) war Kästner noch ein Jugendlicher, und sein späteres literarisches Schaffen wurde stark von den politischen Umwälzungen und den gesellschaftlichen Veränderungen beeinflusst, die aus dem Krieg und den Nachwirkungen hervorgingen.
In den 1920er Jahren, der Zeit der Weimarer Republik, entstand ein Großteil von Kästners bekanntesten Werken, darunter „Emil und die Detektive“ (1929) und „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“ (1931). Diese Bücher spiegeln die soziale und politische Atmosphäre der Zeit wider, geprägt von wirtschaftlichen Schwierigkeiten, politischer Instabilität und gesellschaftlichen Veränderungen.
Mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten in den 1930er Jahren gerieten Kästners Werke aufgrund ihrer kritischen Haltung gegenüber dem Regime ins Visier der Zensur. Viele seiner Bücher wurden verboten und verbrannt. Er selbst wurde als „unerwünschter Autor“ diffamiert. Trotzdem schrieb Kästner weiterhin und veröffentlichte einige Werke unter Pseudonymen, um Repressalien zu entgehen.
Während des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) war Kästner als Soldat im Kriegsdienst, allerdings wurde er nicht an vorderster Front eingesetzt. Nach dem Krieg engagierte er sich aktiv für den Wiederaufbau und trat als Journalist für Frieden und Demokratie ein. Seine literarische Arbeit setzte er fort, wobei er auch gesellschaftliche Themen und seine Erfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus reflektierte.
Erich Kästner und seine unvergessliche Prosa
Kästners Lyrik zeichnet sich durch eine einzigartige Mischung aus Humor, feiner Beobachtungsgabe und tiefem Verständnis für menschliche Emotionen aus. Kästners Gedichte spiegeln oft die Vielschichtigkeit des Lebens und seine eigenen Erfahrungen in Zeiten von Krieg und gesellschaftlichen Umbrüchen wider.
Von der personifizierten Darstellung der Monate (Die dreizehn Monate) bis hin zu tiefgründigen Reflexionen über die Vergänglichkeit der Zeit vermag Kästners lyrisches Werk, Leserinnen und Leser auf poetische Reisen zu entführen. In seinen Gedichten verschmilzt er geschickt die ernsten Aspekte des Daseins mit einer anmutigen Leichtigkeit der Sprache, und so bleibt Erich Kästner auch in der Welt der Poesie unvergessen.
Finde hier seine Gedichte „Die dreizehn Monate“